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TelefonSeelsorge
Potsdam

a k t u e l l

Ehrenamtliche Mithilfe am Telefon in Potsdam dringend gesucht ...

Archiv
das war ...

Die Telefonseelsorge Potsdam


Einblicke in die Arbeit und Ausblicke für 2011


Die Telefonseelsorge ist nun seit gut einem Jahr in den neuen Räumlichkeiten. Diese haben sich bewährt und ermöglichen eine gute Arbeit für die Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen. Die freundliche Atmosphäre schafft eine stärkende Basis für die seelsorgerliche Arbeit.

Momentan engagieren sich 93 ehrenamtliche MitarbeiterInnen in der TelefonSeelsorge Potsdam. Die Arbeit am Telefon, die Besetzung der Leitung für 24 Stunden am Tag, an 365 Tagen im Jahr bilden das Kernstück der Telefonseelsorge.

Die Begleitung der Arbeit in Ausbildung, Supervision, Fortbildungen und persönlichen Gesprächen sind das Fundament für die Motivation und Kompetenz des Einzelnen, sowie für die Sicherung der Qualität der Arbeit.

Am 1. Juli 2010 wurde das Qualitätshandbuch der Potsdamer Telefonseelsorge feierlich eingeweiht. Es war ein Prozess von 2 Jahren dieses zu erstellen und alle wesentlichen Regeln, Abläufe und Rahmenbedingungen der Telefonseelsorge Potsdam festzuhalten. Daran beteiligt war ein Kreis von Ehrenamtlichen, die Qualitätsbeauftragte des Diakonischen Werkes Potsdam e.V. und die hauptamtliche Stellenleiterin. Potsdam ist damit Wegbereiter in der Erstellung der Handbücher für die Telefonseelsorgen in Deutschland. Es dient in erster Linie als Leitfaden und zur Orientierung für die Arbeit der Ehrenamtlichen.

Im August 2010 wurde der Ehrenamtpreis der Stadt Potsdam erneut ausgeschrieben. Unter den nominierten Preisträgern, die zur feierlichen Übergabe in der Friedenskirche eingeladen wurden, war auch die TelefonSeelsorge Potsdam. Sie erhielt in der Kategorie für „langjähriges Ehrenamt“ einen Preis.

Im Jahr 2010 gab es einen vorübergehenden Stellenleiterinnenwechsel. Birte Freudenberg übernahm für 9 Monate die Leitung. Beate Müller wird im Januar 2011 wieder aus der Elternzeit zurückkehren.

 


Ausbildung

Die Ausbildung umfasst insgesamt 8 Wochenenden, 8 Themenabende und 10 Hospitationen in einem Zeitraum von 9 Monaten. Die wichtigsten Säulen der Ausbildung sind:

  • Gesprächstraining, Gesprächsführung, Gesprächsarten,

  • Einführung und Vertiefung am Telefon relevanter Fachthemen,

  • Selbsterfahrung und Hospitation.

Die Ausbildung befähigt die Ehrenamtlichen einerseits, am Telefon kompetente Gesprächspartner zu sein, d.h., sich auf die Sorgen der Anrufenden einzulassen, zuzuhören, zu trösten und zu ermutigen - Hoffnung zu haben für Hoffnungslose. Andererseits lernen sie aber auch, sich mit den Möglichkeiten und Beschränkungen dieses Hilfsangebotes auseinanderzusetzen, eigene Grenzen zu beachten und auf unterschiedliche Gesprächsarten einzugehen.

Wichtig ist die Auseinandersetzung mit seelsorgerlichen Themen und die Einführung in verschiedene psycho-soziale Fachthemen, zum Beispiel: Einsamkeit, psychische und physische Erkrankungen, Partnerschafts-probleme, Gewalt, Krisen, Sucht und Trauer.

In der Phase der Hospitationen können die Auszubildenden die Praxis am Telefon erproben; dabei werden sie von erfahrenen MentorInnen begleitet, erhalten Feedback und Supervision.

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle dem Ausbildungsteam und den MentorInnen für ihre Kompetenz, ihre Kreativität und Sensibilität.

Im Sommer 2010 wurden 9 neue MitarbeiterInnen nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung für ihren Dienst am Telefon für drei Jahre beauftragt.

Im Herbst 2010 hat ein neuer Ausbildungskurs mit 10 Interessentinnen und Interessenten begonnen.


Supervision

 

Derzeit gibt es 7 Supervisionsgruppen in der Telefonseelsorge Potsdam, die alle einmal monatlich stattfinden.

Ausgebildete ModeratorenInnen, die gleichzeitig Ehrenamtliche am Telefon sind, leiten die Gruppen. Sie ermöglichen in den Supervisionen, die Praxis am Telefon zu reflektieren, die persönliche Kompetenz zu erweitern und dabei Grenzen, Chancen und eigene Ansprüche zu klären.

Es ist in hohem Maße wichtig, die unterschiedlichen Zugangsarten und Gesprächsführungsweisen der Gruppenmitglieder anzuhören und zuzulassen. Dadurch können sie neue Erfahrungen sammeln und in Einklang mit der eigenen Persönlichkeit bringen. Die Gruppe nimmt die aufgetretenen Belastungen auf und hilft das Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz zu halten. Herzlichen Dank an die ehrenamtlich arbeitenden ModeratorInnen der Supervisionsgruppen!


Fortbildungen

Fortbildungen werden an Wochenenden, Samstagen und Abenden angeboten. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit und ein Baustein der Qualitätssicherung. Die Teilnahme an einem Angebot im Jahr ist verpflichtend. Die Ehrenamtlichen der Telefonseelsorgestellen der Region Berlin-Brandenburg können an Fortbildungen der anderen Stellen teilnehmen. Sie haben so ein vielfältiges Spektrum an Weiterbildungs-angeboten und die Möglichkeit zum Kontakt und Austausch untereinander.


Die Fortbildungen bieten den MitarbeiterInnen die Möglichkeit, Gelerntes zu vertiefen, Kompetenzen zu erweitern, sich mit Themen am Telefon auseinanderzusetzen, Erfahrungen auszutauschen sowie für die eigene Psychohygiene zu sorgen.

 

Auszüge aus den Fort- und Weiterbildungsangeboten
der Telefonseelsorge Potsdam im Jahr 2010:

Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg

Wohlfühltag - in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendtelefon Potsdam

Stimme in Balance – mein Handwerkszeug am Telefon

Psychisch Erkrankte am Telefon

Zeitmanagement

Eigene Spiritualität und ihre Bedeutung für die Seelsorge


Für das Jahr 2011 sind unter anderem Fortbildungen
zu folgenden Themen geplant:

Partnerschaft und Kommunikation

Biografiearbeit/Psychodrama – Methoden in der Fallarbeit

Humor in der Beratung

Sexueller Missbrauch – Umgang mit Opfern und Tätern am Telefon

Geschwisterbeziehungen – die Beziehung unter Gleichgestellten

Wie kann Gott das zulassen? –Glaubensfragen am Telefon

 

Unterstützung für die TelefonSeelsorge Potsdam

Die qualifizierte Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Telefonseelsorge braucht eine finanzielle Grundsicherung und die inzwischen kontinuierliche Unterstützung durch Spenden, jedoch auch das ideelle Getragenwerden durch viele Engagierte.

Die zwei wesentlichen Säulen der Telefonseelsorgearbeit sind die Aus- und Fortbildung. Sie bedürfen einer ständigen Pflege, da sie die Qualität der Arbeit sichern. Diese zu unterstützen ist eine sinnvolle Investition, da sie dem Ehrenamt direkt zugute kommt.



Ein Erfolg und eine wunderbare Veranstaltung war das Benefizkonzert im Mai 2010 zugunsten der Arbeit in der Telefonseelsorge Potsdam mit anschließendem Empfang.

Jazz- und Soul- Liebhaber kamen bei diesem Konzert auf ihre Kosten. Jocelyn B. Smith verzauberte mit ihrer klaren und starken Stimme die Zuschauer und brachte den Saal zum Tanzen.

Die Telefonseelsorge Potsdam bietet seit 5 Jahren Benefizkonzerte der besonderen Art an. Sie würdigen die ehrenamtliche Arbeit, die sonst eher im Verborgenen stattfindet. Durch die öffentliche Wahrnehmung kann auf den gesellschaftlichen Beitrag hingewiesen werden, den die Telefonseelsorge übernimmt.

2010 fand das Potsdamer Benefizkonzert zugunsten der Telefonseelsorge zum ersten Mal im Nikolaisaal statt.

pure  natural

Benefizkonzert im Mai 2010
Jocelyn B. Smith im Nikolaisaal Potsdam
unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Matthias Platzeck

 

Besonders danken wir den Sponsoren:

Braumanufaktur Forsthaus Templin,

Bio Company,

Gartencenter Geltow,

Marketing-Club Potsdam e.V.,

Outfit Außenwerbung GmbH Potsdam, Potsdamer Neueste Nachrichten,

Pro Potsdam,

Seminaris Hotel Potsdam GmbH,

Telekom sowie

den Vorbereitenden und Mitwirkenden.


 

Am 12. Mai 2011, um 19.30 Uhr wird das 6. Benefizkonzert im Nikolaisaal Potsdam mit Martin Weiss und dem World Sinti Jazz Ensemble stattfinden. - Seien Sie herzlich willkommen!



zum Konzert »



Im Jahr 2010 wurde die Arbeit, gerade im Bereich der Fort- und Weiterbildung, durch viele Spenderinnen und Spender unterstützt. Ihnen allen sei herzlich Dank gesagt. Ganz besonders nennen möchte ich an dieser Stelle den Förderverein der Kirchlichen TelefonSeelsorgen Berlin-Brandenburg, den Rotary-Club Potsdam, die DBK Immobilien Potsdam, die Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam, den CLEMENTIA Verein zur Förderung gemeinnütziger und kirchlicher Zwecke e.V. Düsseldorf sowie die Ausbildungspaten.

Ein großer Dank gilt allen, die uns mit Kollektengaben in den Gemeinden, in Einrichtungen und im Kirchenkreis Potsdam und durch ihr Mitdenken, ihr Mittun und mit ihrem Gebet mittragen und fördern.

Der Freundeskreis der TelefonSeelsorge Potsdam, in dem sich aktive wie ehemalige Ehrenamtliche und Interessierte seit 2007 zusammengefunden haben, plant jedes Jahr Aktionen und Veranstaltungen zugunsten der Telefonseelsorge. Ziel ist es, Spenden einzuwerben und Förderer zu gewinnen, sowie die Arbeit in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Der Freundeskreis freut sich über weitere Mitwirkende!

Der Freundeskreis der TelefonSeelsorge trifft sich einmal monatlich und ist über die Geschäftsstelle der Potsdamer Telefonseelsorge zu erreichen.

Im Jahr 2010 unterstützte der Freundeskreis das Benefizkonzert, veranstaltete ein Sommer-Kirchenkaffee vor der Friedenskirche, warb neue Ehrenamtliche und organisierte den Stammtisch für ehemalige TelefonSeelsorgerInnen.

2011 wird der Freundeskreis - neben der Unterstützung des Benefizkonzertes und Organisation des Kirchenkaffees - auch die Chronik der Telefonseelsorge weiterentwickeln. Sie widerspiegelt den Werdegang der TelefonSeelsorge in Potsdam und ist somit ein wertvolles Dokument der Ehrenamtlichen Tätigkeit in der Stadt.

 

Wenn Sie die Arbeit der TelefonSeelsorge Potsdam mit unterstützen möchten, so bieten wir Ihnen diese Möglichkeiten:

  • Mitarbeit im Freundeskreis der TelefonSeelsorge Potsdam

  • Mitgliedschaft oder Fördermitgliedschaft im Förderverein für die Kirchlichen TelefonSeelsorgen Berlin-Brandenburg

  • direkte Spenden auf das Spendenkonto der TelefonSeelsorge Potsdam

    Diakonisches Werk Potsdam e.V.
    Konto-Nr.: 11 74 777 BLZ: 210 602 37
    Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel eG, Filiale Berlin
    Stichwort: Telefonseelsorge

Sie bekommen selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.

Weitere Informationen dazu und zu unserer Arbeit erhalten Sie über die Geschäftsstelle der TelefonSeelsorge Potsdam. Kontakt »

 


Ich freue mich auf ein ereignisreiches, gutes und gesegnetes Jahr 2011.

Mögen Sie die nachfolgenden Worte in Ihrem Tun erfahren und zu Ihrer Wegbegleitung werden lassen!


Birte Freudenberg

Kommissarische Leiterin der Telefonseelsorge Potsdam

 

 

Der Weg nach innen

Stille ist nicht einfach da, wenn einer sie sucht.

Denn sie entsteht nicht von selbst, wo das äußere Leben zurücktritt, wo die Hast der Arbeit sich entfernt oder der Straßenverkehr verstummt.

Das einsame Zimmer am Ferienort ist noch kein Ort von Stille, so wenig wie der abgelegene Raum des Kranken.

Denn wo die äußere Welt schweigt, setzen die inneren Stimmen ein, beginnt das Herz zu reden, zu schreien, zu fragen oder sich selbst Antworten zuzulärmen, stehen die Erinnerungen auf, kommen die Gespräche wieder, die abgebrochenen, und schließen sich die Selbstgespräche an, die anklagenden und verteidigenden, die beweisen sollen, dass das Leben ungerecht und die Menschen undankbar seien, der Redende selbst aber ohne Schuld.

Eine Stille, der auf die Dauer unserer Liebe gehören kann, schließt immer etwas ein, das mehr ist als wir selbst: ein Gespräch mit einem Du. Sie bringt das Wort oder ein Zeichen aus einer anderen Welt. Ein Zeichen, an dem abzulesen oder abzutasten ist, was der Sinn all der Bedrängnis ist, deren wir uns zu erwehren haben.

Was das alles soll. Wo es hinaus will. Stille entsteht in der Stunde, in der eine quälende Frage ihre gute und klare Antwort gefunden hat. Sie tritt ein, wo uns statt eines ängstigendes Bildes ein tröstliches vor der Seele steht.

 

Jörg Zink

 

   

Bank im Bistum Essen

Termine


7. Benefizkonzert
TelefonSeelsorge Potsdam

10.05.2012
Friedenskirche Potsdam

 

Träger der TelefonSeelsorge
Berlin-Brandenburg
Erzbistum Berlin
Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.
Evangelische Kirche

 

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